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Rock Metal (2014)

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Rock ABC Teil III

Post-Hardcore

Rock ABC Teil III

Wie der Name erahnen lässt, stammt der Post-Hardcore vom Hardcore ab. Doch lebt der Post-Hardcore von einer wesentlich größeren Palette an Einflüssen als der Hardcore. Was einst mit rabiaten Bands wie Fugazi und Jawbox begann, führte weiter zu At The Drive-In oder Thursday und wurde schließlich zu einem großen Auffangbecken für Bands, die schwer zu kategorisieren sind, aber irgendwelche Anzeichen und Spurenelemente vom Hardcore aufweisen. Mittlerweile dient Post-Hardcore als Überbegriff für Bands, die für Metalcore viel zu melodisch sind und mehr singen als schreien. Dies hieß zwar kurzzeitig "Screamo", doch gab es schon eine gleichnamige Musikrichtung als Subgenre des Hard- und Emocore. Wichtige Gruppen hier wären etwa Pierce The Veil, Chiodos oder A Skylit Drive. Doch wird der Begriff Post-Hardcore auch für etwas anspruchsvollere Bands genutzt wie erwähnte Thursday, At The Drive-In oder auch Thrice, Refused, The Fall of Troy oder Emarosa. Auch Bands, die für Emo zu hart waren wie Boysetsfire oder mittlerweile Senses Fail und Funeral For A Friend kann man guten Gewissens in den Bereich Post-Hardcore einsortieren. Wieder einmal ist es also sehr schwer genaue Kriterien oder eine allgemein gültige Definition zu finden, da der Terminus bereits recht oft umgedeutet wurde.
10 wichtige Alben

  • Alexisonfire - Crisis (2006)
  • At The Drive-In - Relationship of Command (2001)
  • Boysetsfire - After The Eulogy (2000)
  • Chiodos - Bone Palace Ballet (2008)
  • Fugazi - Repeater (1990)
  • Funeral For A Friend - Conduit (2013)
  • Refused - The Shape of Punk To Come (1998)
  • Thrice - Vheissu (2005)
  • Thursday - Full Collapse (2001)
  • Underoath - Define The Great Line (2006)

Post-Rock/Post-Metal

Post-Rock bzw. Post-Metal ist einer der im Moment angesagten Hypes der Gitarrenmusik, auch wenn sich dieser Hype eher auf den Untergrund beschränkt. Immerhin hat diese Musiksparte absolut keine Aussicht auf den großen kommerziellen Erfolg, da die Songs nicht nur sehr lang sind, sondern auch sehr vielschichtig, sperrig und gerne auch rein instrumental. Post-Rock und -Metal haben eine Vielzahl von Einflüssen, die außerhalb des normalen Spektrums einer Rock- oder Metal-Band liegen. So können auch Versatzstücke aus Electro, Jazz oder Ambient Music Einzug in den musikalischen Kontext einer Band finden. Genau dadurch können Post-Rock- und -Metal-Bands auch so vielschichtige Songs schreiben: Sie sind recht frei von Konventionen und können frei experimentieren ohne sich auf einen bestimmten Stil festlegen zu müssen. Selbst beim Gesang wird experimentiert, falls er denn überhaupt vorkommt. Die Bands haben da freie Wahl und man kann auf normalen Gesang treffen, aber auch auf verzerrte oder gesampelte Sprachfetzen. Die Isländer von Sigur Rós sind sicherlich eine der bedeutendsten und auch bekanntesten Post-Rock-Bands. Auch, weil ihre 1999er Single 'Hoppípolla' in TV und Kino-Trailern lief. Auch recht bekannt ist die Black Metal-Band Deafheaven, die durch ihren Mix aus Black Metal und Post-Rock einen sehr eigenen Stil geschaffen hat. Post-Rock beeinflusste übrigens auch das 2013er Album der einstigen Nu Metaller Deftones.
10 wichtige Alben
  • Cult of Luna - Somewhere Along The Highway (2006)
  • Envy - Insomniac Doze (2006)
  • Explosions In The Sky - The Earth Is Not A Cold Dead Place (2003)
  • Godspeed! You Black Emperor
  • Isis - Oceanic (2002)
  • Mogwai - Mr. Beast (2006)
  • Pelican - City of Echoes (2007)
  • Russian Circles - Stations (2008)
  • Sigur Rós - Ágætis byrjun (1999)
  • This Will Destroy You - This Will Destroy You (2008)

Progressive Rock

Der Progressive Rock ist der anspruchsvolle Ableger des Rocks. Ein Song kann gut und gerne mal 10, 20 oder 30 Minuten Spielzeit haben. Durch vielseitige Instrumentierung und komplexe Songaufbauten haben Progressive Rock-Bands oft recht freie Hand, was ihr Songwriting angeht. Man wandte sich bewusst vom gängigen Rock/Pop-Songschema ab und ließ sich vom Klassik und Jazz beeinflussen, wodurch die wesentlich komplexeren Songs entstanden. Es gibt keine klaren Genregrenzen oder anderweitige Vorschriften, wie ein Progressive Rock-Song zu klingen hat. Daher werden die Künstler geradezu zum Experimentieren genötigt. Die Blütezeit dieses Genres waren mit Sicherheit die 1970er Jahre. Gruppen wie Pink Floyd, Rush, Genesis, King Crimson oder Yes waren Pioniere sowie Könige dieses Genres. Allerdings entwickelten sich Hard Rock-Bands wie Deep Purple oder Led Zeppelin zumindest partiell ebenfalls in eine komplexere und ausladende Richtung. Ein wichtiger Bestandteil des Progressive Rocks, sowie der härteren Variation, dem Progressive Metal, ist das Konzeptalbum. Also ein Album, welches in den Lyriks eine Geschichte erzählt oder sich zumindest um einen bestimmten Aspekt/Thema dreht. Gängig ist bei einem Konzeptalbum allerdings auch die Wiederholung von musikalischen Motiven innerhalb des Albumverlaufs. Die Rocker von The Who legten mit ihrem Konzeptwerk "Tommy" die Messlatte sehr hoch und verbanden die Story bei manchen Liveauftritten sogar mit Theatereinlagen und einem Orchester. Weitere wichtige Progressive Rock-Konzeptalben wären sicherlich noch "The Wall" von Pink Floyd, "Ocean" von Eloy oder "A Passion Play" von Jethro Tull. Die Band Coheed And Cambria spannte eine einzige Storyline über mehrere Alben ihres Emo-Prog-Rocks.
10 wichtige Alben
  • Camel - Camel (1973)
  • Coheed And Cambria - Good Apollo, I'm Burning Star IV, Volume 1: From Fear Through The Eyes Of Madness (2005)
  • Emerson, Lake & Palmer - Trilogy (1972)
  • Genesis - Trespass (1970)
  • Jethro Tull - Aqualung (1971)
  • King Crimson - In The Court of The Crimsong King (1969)
  • Pink Floyd - Wish You Were Here (1975)
  • Porcupine Tree - Deadwing (2004)
  • Rush - 2112 (1975)
  • Yes - Close To The Edge (1972)

Punk Rock

Punk oder auch Punk Rock entstand bereits Mitte der 70er in den USA und England. Die Sex Pistols, Ramones, The Clash, Misfits oder Bad Brains etablierten den Punk-Sound. Charakteristisch für Punk Rock sind die schnellen, simplen und zumindest früher meist sehr kurzen Songs. Ebenso wichtig waren sozialkritische Texte, allerdings sangen bereits die Misfits über Horror-Themen (woraus das eigene Subgenre Horror-Punk entstehen sollte) und die Ramones legten etwas mehr den Fokus auf spaßige Lyrics. In den 90ern konnten Bands wie Green Day, The Offspring oder Sum41 große kommerzielle Erfolge feiern. Dies lag sicherlich an der Tatsache, dass diese Bands wesentlich poppiger und radiofreundlicher waren als ursprüngliche Punk-Bands. Green Day lieferten mit "American Idiot" und "21st Century Breakdown" sogar zwei Konzeptalbum ab und entfernten sich damit sehr von ihrem herkömmlichen Punk Rock von einem Klassiker wie "Dookie". Während der Erfolg von Gruppen wie The Offspring, Sum41 oder Bad Religion sich etwas zurück schrumpfte, konnte die kanadische Band Rise Against weltweit in die Liga der Arena-Bands aufsteigen durch ihren kommerziell sehr erfolgreichen Mix aus Punk, Hardcore und Pop.
10 wichtige Alben
  • AFI - The Art of Drowning (2000)
  • Bad Religion - Suffer (1988)
  • Green Day - Dookie (1994)
  • Misfits - Earth A.D. (1983)
  • NoFX - Punk In Drublic (1994)
  • Ramones - Ramones (1976)
  • Rise Against - The Sufferer & The Witness (2006)
  • The Clash - London Calling (1979)
  • The Offspring - Americana (1998)
  • The Sex Pistols - Nevermind The Bullocks, Here's The Sex Pistols (1977)

Rock

Rock Musik hat eine sehr lange Entwicklung hinter sich. Aus dem Blues entstand der Rock'n'Roll mit Künstlern wie Elvis oder Buck Cherry. Welche der ersten Bands, wo man wirklich den Begriff "Rock" als Genrebezeichnung, so wie wir ihn heute verstehen, verwenden kann sind wohl The Doors oder die Rolling Stones. Wenig später dann Gruppen wie Deep Purple, Alice Cooper, Aersomith oder auch Progressive Rock Bands wie etwa King Crimson oder Pink Floyd, die bereits Ende der 1960er Jahre aktiv waren und Alben veröffentlichten, die noch bis heute als zeitlose Klassiker gelten. Diese Bands verbanden Einflüsse aus Blues und Folk mit elektrisch verzerrten Gitarren. Eine eindeutige Klassifizierung ist aber dennoch nicht so einfach, da sich die Musik und die Auffassung was Rock ist und was schon wieder in ein Subgenre gepackt werden muss, stets ändert. So sind The Doors genauso viel Rockband wie Aerosmith und The Who, später die Foo Fighters oder auch poppigere Bands wie U2 oder Fleetwood Mac, die man wohl in den Bereich Rock/Pop stecken würde.
10 wichtige Alben
  • Aerosmith - Get Your Wings (1974)
  • Alice Cooper - Love It To Death (1971)
  • Bruce Springsteen - Born In The USA (1984)
  • Eagles - Hotel California (1976)
  • Foo Fighters - One By One (2002)
  • Foreigner - 4 (1981)
  • Journey - Escape (1981)
  • Queen - A Night At The Opera (1975)
  • The Doors - The Doors (1967)
  • The Who - Tommy (1969)



Text © by Sebastian Berning