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Rock Metal (2014)

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Rock ABC Teil II

Hardcore

Rock ABC Teil II

Hardcore entwickelte sich aus dem Punk Anfang der 1980er Jahre in den USA. Hardcore ist schneller und aggressiver als normaler Punk. In den 90er Jahren wurde es dann Groove orientierter und entlieh sich erstmals Elemente aus dem Thrash und Death Metal. Wichtige Epizentren des Hardcores waren Washington D.C., Kalifornieren, New York, New Jersey und Boston, welches zwei Dekaden später beim Metalcore wieder ein wichtiger Angelpunkt für Bands werden soll. Hardcore war nie eine besonders erfolgreiche Musikrichtung im kommerziellen Sinne, obwohl Bands wie Black Flag oder die Dead Kennedys über die Jahre hinweg einen gewissen Kultstatus erreichten und auch über die Genregrenzen hinaus bekannt wurden. Die kommerziellere Phase begann mit New Yorker Gruppen wie Sick Of It All, Biohazard, Madball, Murphy's Law und Agnostic Front, deren Alben bis heute Klassiker sind. Gruppen wie Terror und Hatebreed vermischten Ende der 1990er Jahre den groovigen Hardcore von Madball oder Sick Of It All mit metallischen Einflüssen. Diese so genannte "New School" erfreute sich äußerster Beliebtheit und Gruppen wie Comeback Kid, Have Heart oder Verse folgten, auch wenn deren Stil etwas melodischer und düsterer ausfällt. Durch Bands wie Give Up The Ghost, Have Heart oder Killing The Dream beeinflusst, entstand besonders im Vereinigten Königreich eine ganze Welle düster-melodischer Hardcore-Bands wie More Than Life, Dead Swans oder Departures, die allesamt im UK und dem europäischen Festland sehr beliebt sind, dafür in den USA keinen großen Anklang finden.
10 wichtige Alben

  • Black Flag - Damaged (1981)
  • Dead Kennedys - Fresh Fruit For Rotting Vegetables (1980)
  • Dead Swans - Sleepwalkers (2009)
  • Give Up The Ghost - Background Music (2001)
  • Hatebreed - Perseverance (2002)
  • Have Heart - The Things We Carry (2006)
  • Madball - Set It Off! (1994)
  • Sick Of It All - Scratch The Surface (1994)
  • Terror - Live By The Code (2013)
  • Trash Talk - Walking Disease (2006)

Hard Rock

Der Hard Rock ist eine der klassischsten Spielweisen der Rock Musik. Gruppen wie Black Sabbath, Deep Purple, Led Zeppelin, Kiss oder AC/DC gehören mit zu den erfolgreichsten Künstlern der Musikgeschichte, haben Millionen von Alben verkauft und finden noch heute bei jüngeren Hörern Anklang. Die Musik wird größtenteils von Gitarrenriffs getragen, die ihren Ursprung im Blues haben. Durch die Verzerrung der Gitarren wirkt der Sound allerdings wesentlich härter als beim Blues Rock. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich aus dem Hard Rock heraus der Heavy Metal entwickelte. Andere wichtige Elemente waren der hohe und etwas röhrende Gesang, der sich deutlich von bisherigen Sängern unterschied. Besonders in den 70er Jahren dominierte dieses Genre die Welt und zahllose Klassiker wurden veröffentlicht, die noch heute sehr bekannt und beliebt sind. Bereits genannte Bands oder REO Speedwagon, Rainbow, Whitesnake, Styx oder Van Halen füllten ganze Stadien auf ihren Konzerten und heimsten Platinauszeichnungen ohne Ende ein. In den 80er Jahren hingegen kam das Keyboard groß raus und wurde für Bands wie Van Halen, Whitesnake oder selbst Kiss unumgänglich. Gleichzeitig modernisierten diese Bands ihren Sound in Richtung Glam Metal. Mitte und Ende der 00er gab es ein wahres Revival an von klassischem Hard Rock-beeinflussten Bands, wie etwa The Sword, The Answer oder Rival Sons. Auch wurden Black Sabbath oder Led Zeppelin für Sludge-Bands wie Baroness, Mastodon oder High On Fire.
10 wichtige Alben
  • AC/DC - Back In Black (1980)
  • Black Sabbath - Paranoid (1970)
  • Deep Purple - Machine Head (1972)
  • Led Zeppelin - IV (1971)
  • Kiss - Destroyer (1976)
  • Rainbow - Rising (1976)
  • Scorpions - Love At First Sting (1984)
  • Thin Lizzy - Jailbreak (1976)
  • Whitesnake - Lovehunter (1979)
  • Van Halen - Van Halen (1978)

Indie Rock

Indie Rock gehört zum Alternative Rock, ist allerdings durch die Fülle an Bands ein eigenes Genre. Genau wie der Alternative Rock dienen die Begriffe "Indie", "Indie Rock" oder auch "Independent Music" als Sammelbegriff für eine Schar von stilistisch teils sehr verschiedenen Bands. Indie entstand in den 80ern in den Vereinigten Staaten und England. Zwar wurden mit dem Begriff erst nur kleine und von Major-Label unabhängige Plattenfirmen bezeichnet, doch weiterte man die Bedeutung schnell auch auf die Bands aus. Da die Gruppen meist auf kleinen und unabhängigen Labels waren, wurde die Produktion der Alben meist mit einem sehr kleinen Budget finanziert, was eine Band schnell als "Indie-Band" deklarierte. Den Indie unterscheidet vom Alternative Rock allerdings, dass Indie etwas geradliniger und tanzbarere Rhythmen verwendet als der große Bruder Alternative Rock. Die britische Band The Smiths wird als eine der wichtigsten Bands für das Genre (und gerne auch allgemein angesehen). Allerdings liegen zwischen The Smiths und Bands wie The Kooks oder Bloc Party musikalisch Welten. Während The Kooks eher etwas poppig agieren, ist Bloc Party sehr von Post-Punk (ebenfalls Teil des großen Indie-Beckens) beeinflusst und man mixt Indie, Post-Punk und Electronic miteinander. Der letzte große Hype im Indie war wohl das Post-Punk-Revival der frühen 00er. Bloc Party, Interpol oder Editors waren stark von Joy Division und ähnlichen Bands beeinflusst und interpretierten diese Musik zeitgemäß. Andere beliebte Spielweisen des Indie Rock sind Indietronica (Vermischung aus Indie und Electro), Indie Folk, Lo-Fi, Shoegaze oder Indie Pop, welcher in den letzten zwei Jahren sehr an Beliebtheit und Aufmerksamkeit gewonnen hat.
10 wichtige Alben
  • Arctic Monkeys - Whatever People Say I Am, That's What I'm Not (2006)
  • Bloc Party - A Weekend In The City (2007)
  • Editors - An End Has A Start (2007)
  • Foals - Total Life Forever (2010)
  • Joy Division - Unknown Pleasures (1979)
  • Kings of Leon - Only By The Night (2008)
  • Pavement - Crooked Rain, Crooked Rain (1994)
  • The Kooks - Inside In / Inside Out (2005)
  • The Smiths - Meat Is Murder (1984)
  • The Strokes - Is This It (2001)

Indie Pop

Ähnlich wie der oben beschriebene Indie Rock ist der Indie Pop ein Sammelsurium für viele verschiedene Bands. In den letzten Jahren weist dieser Stil besonders die Verwendung von New Wave/Synthiepop-Keyboards, Mid-Tempo-Drums und verträumte Atmosphäre auf. Dennoch gibt es keine wirkliche Definition, was denn nun Indie Pop wirklich ist. Ein wichtiger Einfluss ist jedoch New Order, die Nachfolgeband von Joy Division, die sich stilistisch in sehr elektronischen und poppigen Fahrwassern bewegt. Generell sind besonders britische Bands wichtig für die Anfangszeit dieser Musik gewesen, da man damals noch sehr von der Melodie-Verliebtheit von Bands wie den Beatles beeinflusst war. In den letzten Jahren bewegte sich diese Musik aber sehr im elektronischen Bereich und hat somit nicht mehr wirklich viel von der ursprünglichen Musik. Man könnte Indie Pop mittlerweile schon fast als eine Art alternative Pop Musik ansehen, die sich bewusst nicht von House und R'n'B beeinflussen lässt, sondern eher Wert darauf legt handgemacht zu sein, etwas Atmosphäre zu versprühen und auch auf Retro-Sounds zurück greift.
10 wichtige Alben
  • Bastille - Bad Blood (2013)
  • Belle & Sebastian - The Boy With The Arab Strap (1995)
  • Friendly Fires - Pala (2011)
  • Kate Nash - Made of Bricks (2007)
  • New Order - Substance (1987)
  • Tegan & Sara - The Con (2007)
  • The 1975- The 1975 (2013)
  • The Naked And The Famous - Passive Me, Aggressive You (2010)
  • The xx - The xx (2009)
  • Vampire Weekend - Vampire Weekend (2008)

Pop Punk

Pop Punk ist der kommerziell wesentlich erfolgreichere kleine Bruder des Punk Rocks. Die Songs waren in den Anfangstagen des Genres noch recht schnell, konnten aber schon poppige Melodien aufweisen und waren somit um einiges eingängiger als die Misfits oder die Sex Pistols. Besonders die zweite Pop Punk-Welle um die Jahrtausendwende rum mit Gruppen wie Blink-182, New Found Glory, No Use For A Name oder Goldfinger konnten große Erfolge feiern und waren so ziemlich auf dem Soundtrack jedes US-Teenie-Films der Zeit vertreten. Eine dritte Welle mit Bands wie Fall Out Boy, All Time Low, Mayday Parade oder The All-American Rejects kam gleichzeitig mit dem großen Emo-Hype auf und konnte dem Genre Pop Punk neues Leben einhauchen. Auffällig war, dass diese Band wesentlich radiofreundlicher und noch poppiger bzw. glatter klangen als Blink-182 oder New Found Glory. Besonders Fall Out Boy war zu der Zeit die Pop Punk-Band und feierte weltweit große Erfolge. In den letzten Jahren ging die Entwicklung aber wieder hin zu etwas härteren Bands, die ihre Einflüsse auch aus 90's Emo und Hardcore beziehen. Gruppen wie Man Overboard, The Wonder Years, The Story So Far oder Transit agieren dabei aber nicht im Mainstream, sondern spielen noch kleine Shows und verkaufen eher um die 100.000 Platten statt mehrere Millionen wie Fall Out Boy oder Blink-182. Besonders im Pop Punk sind weibliche Sängerinnen vertreten wie We Are The In-Crowd, Paramore oder Hey Monday beweisen. Besonders diese Bands spielen sehr poppigen Pop Punk, der keine Ecken und Kanten mehr hat. Auf der anderen Seite stehen mit A Day To Remember oder Four Year Strong Bands, welche Pop Punk mit Metalcore bzw. Breakdowns und Gebrüll verbinden. Besonders erstgenannte A Day To Remember gehören weltweit zu den erfolgreichsten Bands der Post-Hardcore/Metalcore-Szene und auch im Pop Punk nimmt die Band mittlerweile eine recht prominente Position ein.
10 wichtige Alben
  • A Day To Remember - Homesick (2008)
  • All Timw Low - So Wrong, It's Right (2007)
  • Blink-182 - Enema of The State (1999)
  • Fall Out Boy - From Under The Cork Tree (2005)
  • Man Overboard - Man Overboard (2011)
  • Mayday Parade - A Lession In Romantics (2007)
  • New Found Glory - Sticks And Stones (2002)
  • Paramore - Riot! (2007)
  • The Wonder Years - Suburbia I've Given You All And Now I'm Nothing (2011)
  • You Me At Six - Hold Me Down (2010)




Text © by Sebastian Berning